Offizielles Portal Gaston Doumergue
Portrait officiel de Gaston Doumergue
© Bibliothèque nationale de France. Diffuseur La Documentation française

1. August 1863
Pierre Paul Henri Gaston Doumergue wird in Aigues-Vives (Département Gard) als Sohn einer protestantischen Familie geboren. Nach einem Studium und einer Promotion in Rechtswissenschaften in Paris tritt er 1885 in die Anwaltskammer von Nîmes ein.

1890
Stellvertreter (Staatsanwalt, der dem Generalstaatsanwalt oder dem Oberstaatsanwalt assistiert) in Hanoi in Indochina.

1893
Ernennung zum Friedensrichter in Algier

17. Dezember 1893
Wahl zum Abgeordneten der Radikalen Partei von Nîmes, Wiederwahl am 8. Mai 1898 und am 27. April 1902

7. Juni 1902 – 23. Januar 1905
Minister der Kolonien in der Regierung Combes unter der Präsidentschaft von Émile Loubet.

17. Januar 1906
Armand Fallières wird zum Staatspräsidenten gewählt.

14. März – 24. Oktober1906
Minister für Handel, Industrie und Arbeit 

25. Oktober 1906 – 4. Januar 1908
Minister für Handel und Industrie 

4. Januar 1908 – 2. November 1910
Minister für öffentliche Bildung und schöne Künste.

6. März 1910
Wahl zum Senator des Départements Gard, Wiederwahl 1912 und 1921

9. Dezember 1913 –  8. Juni 1914
Ministerpräsident und Außenminister auf Wunsch des Präsidenten Poincaré.

3. – 26. August 1914
Außenminister

26. August 1914 – 19. März 1917
Minister der Kolonien.

Februar 1932
Senatspräsident

Juni 1924
Infolge des Rücktritts von Alexandre Millerand wird Gaston Doumergue zum Staatspräsidenten gewählt. Angesichts des wieder aufkeimenden Nationalismus erklärt er sich zum Verfechter einer entschlossenen Politik gegenüber Deutschland. Seine siebenjährige Amtszeit ist von einer starken ministeriellen Instabilität geprägt.

1. Juli 1926
Gaston Doumergue ruft Raymond Poincaré an die Spitze des Ministerrats.

16. – 19. Mai 1927
Der Präsident unternimmt eine Reise nach London, wo er von König Georg V. empfangen wird.

10. – 12. Oktober 1929
Reise nach Brüssel

14. Mai 1930
Reise nach Algerien anlässlich der Feier zum hundertsten Jahrestag der Eroberung

12. – 24. Oktober 1930
Reise nach Marokko

8. – 18. April 1931
Reise nach Tunesien zum fünfzigsten Jahrestag des Protektorats

1931
Ende der siebenjährigen Amtszeit von Gaston Doumergue

Februar 1934
Nach den Unruhen vom 6. Februar wird Gaston Doumergue vom Präsidenten Albert Lebrun zurückgerufen, um wieder Präsident des Ministerrates zu werden. Er wünscht sich eine Stärkung der Exekutive, aber die Radikalen stellen sich seinem Projekt einer Verfassungsreform entgegen. 

8. November 1934
Er dankt ab und zieht sich definitiv aus dem politischen Leben zurück.

18. Juni 1937
Gaston Doumergue, auch liebevoll „Gastounet“ genannt, verstirbt in Aigues-Vives.

Alexandre Millerand

Alexandre Millerand

Paul Doumer

Paul Doumer