Offizielles Portal Alexandre Millerand
Alexandre Millerand
© Bibliothèque nationale de France. Diffuseur La Documentation française

10. Februar 1859
Étienne Alexandre Millerand wird in Paris geboren.

1881
Nach seinem Jurastudium tritt er in die Anwaltskammer von Paris ein und wird zu einem bedeutenden Rechtsanwalt. Parallel dazu beginnt er eine Karriere als Journalist – er schreibt insbesondere für die radikal-republikanische Zeitung La Justicevon Georges Clemenceau – und eine Karriere als Politiker.

27. Dezember 1885 – 1919
Abgeordneter der Radikalen Partei des Départements Seine

22. Juni 1899 – 6. Juni 1902
Er wird Minister für Handel, Industrie, Post und Telegrafen in der Regierung Waldeck-Rousseau. Er lässt mehrere Gesetze im sozialen Bereich verabschieden (Arbeitszeiten, wöchentliche Ruhepause und Renten).

1904
Nach seinem Ausschluss aus der sozialistischen Partei, weil er Teil einer „bürgerlichen“ Regierung gewesen ist, entwickelt er konservative Anschauungen.

24. Juli 1909 – 2. November 1910
Minister für öffentliche Arbeiten, Post und Telegrafen.

14. Januar 1912 – 12. Januar 1913
Kriegsminister

17. Februar 1913
Raymond Poincaré wird zum Staatspräsidenten gewählt.

26. August 1914 – 29. Oktober 1915
Als Kriegsminister wird er mit den Anfängen des Ersten Weltkriegs konfrontiert.

Dezember 1918
Aufgrund seiner zahlreichen politischen Werke, die sich insbesondere mit der Stellung der Arbeiterschicht befassen, wird er zum Mitglied der Académie des sciences morales et politiques (Akademie der moralischen und politischen Wissenschaften) gewählt. 

1919
Generalkommissar der Republik in Straßburg mit dem Auftrag, die drei ehemaligen Départements von Elsass-Lothringen neu zu organisieren.

20. Januar – 23. September 1920
Präsident des Ministerrates und Außenminister

23. September 1920
Wahl zum Staatspräsidenten infolge der Arbeitsunfähigkeit von Paul Deschanel.
Er will nicht auf eine Ehrenrolle beschränkt sein und möchte echte Befugnisse erlangen, u. a. das Recht, die Abgeordnetenkammer aufzulösen. Er stellt sich der von Aristide Briand, dem damaligen Ministerpräsidenten, gewünschten Entspannung mit Deutschland entgegen, was zu dessen Rücktritt am 12. Januar 1922 führt.

Mai 1922
Reise nach Marokko, Algerien und Tunesien.

14. Oktober 1923
Er hält seine berühmte Rede von Évreux, in der er seine Absicht kundtut, die Rolle des Parlaments einzuschränken. Im Hinblick auf die Wahlen von 1924 stellt er sich auf die Seite des „Nationalen Blocks“ (Bloc national, eine politische Formation aus Gemäßigten und Konservativen, die kurz nach dem Ersten Weltkrieg gebildet wurde). 

11. Juni 1924
Nach dem Sieg der Linken (Cartel des gauches) bei den Parlamentswahlen muss er zurücktreten. Gaston Doumergue wird zum Staatspräsidenten gewählt.

5. April 1925
Wahl zum Senator des Départements Seine.

30. Oktober 1927
Wahl zum Senator des Départements Orne, dann Wiederwahl am 14. Januar 1936

April 1943
Alexandre Millerand verstirbt in Versailles.

Paul Deschanel

Paul Deschanel

Gaston Doumergue

Gaston Doumergue