Der französische Staatspräsident Emmanuel Macron, die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel sowie rund zwanzig französische und deutsche Minister trafen sich am 16. Oktober 2019 in Toulouse für einen deutsch-französischen Ministerrat.

Die gemeinsame Pressekonferenz des französischen Staatspräsidenten Emmanuel Macron und der deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel (erneut) anzeigen:

Der deutsch-französische Ministerrat stellte einen weiteren Schritt dar, um eine gemeinsame Antwort auf die gegenwärtigen Herausforderungen zu finden, vor denen unsere beiden Länder stehen. Es handelte sich um das erste Treffen in diesem Format seit der Unterzeichnung des Vertrags über die deutsch-französische Zusammenarbeit und Integration im Januar 2019, der unter dem Namen „Vertrag von Aachen“ bekannt ist und mehr als 50 Jahre nach dem Élysée-Vertrag (1963) unterzeichnet wurde.
 

Der Vertrag von Aachen: Worte zur Stärkung einer bereits einzigartigen Bindung

Deutschland und Frankreich, das ist die Geschichte, in der die Zerreißprobe des Krieges überwunden wurde und die Wunden durch dauerhaften Frieden geheilt wurden. Es ist eine starke  geographische Nähe mit einer gemeinsamen Grenze von 450 Kilometern. Es ist eine Rolle, eine Vision und es sind  geteilte Ideale innerhalb der Europäischen Union für ein Europa mit mehr Souveränität, Einigkeit und Demokratie. Deutschland und Frankreich verfügen über eine einzigartige und unersetzliche Beziehung.  Der Vertrag von Aachen beurkundete im Januar 2019 ebenfalls die Stärkung der (bereits sehr engen) Bindungen zwischen unseren beiden Ländern.

Die Bereiche der Zusammenarbeit sind zahlreich: Wirtschaftspolitik, Außen- und Verteidigungspolitik, Bildung, Kultur, Forschung und Technologie, Schutz des Klimas und der Biodiversität. Für den Wohlstand unserer Gebiete und der dort lebenden Bürger haben sich die Bindungen insbesondere zwischen unseren Grenzgebieten und unseren Zivilgesellschaften verstärkt.

Somit stimmt es, dass die Bindungen mit Deutschland stark sind und sich verstärken. Allerdings stimmt es nicht, dass das Elsass und Lothringen unter seine Vormundschaft gestellt werden und die Elsässer verpflichtet sein werden, Deutsch zu sprechen. Falsche Informationen befanden sich bezüglich dieses Vertrags im Umlauf. Sollten Sie Zweifel hinsichtlich einer Information haben, rufen Sie diesen Artikel auf:  Die WAHRHEIT (und nichts als die Wahrheit) über den Aachener Vertrag zwischen Deutschland und Frankreich und entdecken Sie folgenden Artikel: Prioritäre Vorhaben in Umsetzung des Vertrags von Aachen.

Ein deutsch-französischer Ministerrat für gemeinsame Fortschritte …

Die Tagesordnung des deutsch-französischen Ministerrates vom 16. Oktober 2019 sah vor,  Fortschritte zu erzielen auf Themengebieten wie dem der Verteidigung, insbesondere anhand einer sehr konkreten Zusammenarbeit, die zwischen unseren Rüstungsunternehmen umgesetzt wird.  Bei dem Ministerrat wurden die gemeinsamen Maßnahmen für den Schutz des Klimas und der Biodiversität erörtert sowie die Entwicklung der kulturellen Schaffung zwischen Frankreich und Deutschland. In einem Kontext herrschender Handelsspannungen wurde ein gemeinsames Ziel festgelegt.

Dieser Ministerrat ist das Ergebnis einer Vorbereitung im Vorfeld einerseits zwischen den Ministern unserer beiden Länder, die enge Beziehungen pflegen und andererseits zwischen dem französischen Staatspräsidenten Emmanuel Macron und der deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel, die sich am Sonntag einige Stunden vor dem Ministerrat in Paris zur Vorbereitung  trafen.

Zur deutsch-französischen Erklärung von Toulouse:

… auf europäischer Ebene

Wenn vom deutsch-französischen Paar die Rede ist, wenn auf die Zukunft und die Herausforderungen der Gegenwart eingegangen wird, so gilt es, die Europäische Union mit einzubeziehen. Nur gemeinsam, alle zusammen, werden wir den Herausforderungen gerecht werden.

Aus diesem Grund traf der französische Staatspräsident am Montag die gewählte Präsidentin der Europäischen Kommission Ursula von der Leyen sowie den Präsidenten des Europäischen Rates Donald Tusk. Die gewählte Präsidentin der Europäischen Union schloss sich in Toulouse dem französischen Staatspräsidenten und der Kanzlerin der Bundesrepublik Deutschland für ein Gespräch nach dem deutsch-französischen Ministerrat an, der am Vortag eines wichtigen europäischen Rates über die internationalen Krisen, den Brexit, den europäischen Haushalt sowie die Agenda der neuen europäischen Kommission für die kommenden 5 Jahre stattfand.

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Die europäische Spitzenleistung in einem Buchstaben und drei Zahlen: A350

Die Industrie und Innovation stellen einen der Grundpfeiler der deutsch-französischen Beziehung dar, für den eine weitere Entwicklung beabsichtigt ist.

Die Bemühungen beziehen sich auf zukunftsträchtige Bereiche wie die Schaffung eines deutsch-französischen Forschungs- und Innovationsnetzwerkes für künstliche Intelligenz, oder aber wie die Zusammenarbeit im Raumfahrtsektor. In Toulouse jedoch, war es die Luftfahrtindustrie, der der französische Staatspräsident Emmanuel Macron und die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel einen Besuch abstatteten, um die wesentlichen Fortschritte festzustellen, bevor sie sich ihren Ministern für den deutsch-französischen Ministerrat anschlossen.

So trafen sie die Frauen und Männer, die am Fließband des neuen A350 am Standort von Airbus arbeiten.

Der A350 ist die Konkretisierung der europäischen Solidarität in Zeiten einer internationalen Handelskrise. Er ist das Symbol für das, was die Europäer erschaffen können, wenn sie sich zusammenschließen. Ein Handelserfolg, der über unsere Grenzen hinausgeht, eine technologische Errungenschaft (ein Flugzeug, dass dank der Innovation weniger Kraftstoff verbraucht), Beschäftigung für unsere Gebiete: das ist die europäische Spitzenleistung, die am Werk ist.

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